
Heiße Temperaturen treiben den Trinkwasserverbrauch in Hamburg in die Höhe. Am Mittwoch wurde mit 412,20 Millionen Litern (oder 412.195 Kubikmetern) der diesjährige Tageshöchstwert erreicht, wie ein Sprecher von Hamburg Wasser mitteilte.
"Die jetzigen Verbräuche sind - noch - im Bereich der saisonal zu erwartenden Schwankungen." Bei den Spitzenabgaben sei immer auch relevant, wann die heißen Temperaturen auftreten. "Im Juni sind sie bei solchem Wetter quasi vorprogrammiert, weil noch nirgendwo Sommerferien sind", teilte der Sprecher mit. Im Juli oder August auf müssen solche Spitzen nicht unbedingt auftreten.
Beispielsweise waren 2023 bereits am 7. Juni Spitzenwerte erreicht und 413.000 Kubikmeter am Tag verbraucht worden (1. Juli 2025: 418.000 Kubikmeter).
Wasserverbrauch am Wochenende oft niedriger
Unterschiede gibt es auch oft am Wochenende: Weil dann den Angaben zufolge häufig viele Hamburger das Weite suchen und die Verbräuche durch Berufspendler wegfallen, ist der Verbrauch dann oft niedriger.
Als Spitzenabgabe werden demnach Tagesverbräuche von mehr als 400.000 Kubikmeter bezeichnet. "Unsere Annahme, dass die Verbräuche wegen des heißen Wetters in dieser Woche in die Höhe schnellen werden, haben sich erfüllt." Mit Blick auf angekündigte Temperaturen von bis zu 37 Grad rechnet das Unternehmen in den kommenden Tagen mit weiteren Spitzenabgaben.
Im Versorgungsgebiet von Hamburg Wasser leben 2,2 Millionen Einwohner. Insgesamt 17 Wasserwerke arbeiten dabei im Verbund und versorgen die Stadt.
Hitze in Hamburg - kann das Wasser ausgehen?
"Bei Hitze steigen die Verbräuche oft sehr schnell an, sodass unsere Anlagen zeitweise stark gefordert sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle bewusst mit Wasser umgehen und so dazu beitragen, die Versorgung auch in Spitzenzeiten zuverlässig sicherzustellen", teilte Martin Gerhardt, technischer Geschäftsführer bei Hamburg Wasser, mit.
"Eine dauerhafte Mangellage ist in Norddeutschland nach überwiegender fachlicher Einschätzung jedoch nicht zu erwarten", teilte der Versorger mit. Bevölkerungswachstum und Klimawandel stellen die Wasserressourcen allerdings vor Herausforderungen.
Das Grundwasser - als wichtigste Trinkwasserressource - bilde sich kontinuierlich neu. Gleichzeitig sei Grundwasser keine unbegrenzte Ressource und ihre Verfügbarkeit hängt wesentlich vom Zusammenspiel von Niederschlag, Nutzung und natürlichen Speicherprozessen ab.
Wasser wird durch Hitze und Trockenheit knapper
Die Hamburgerinnen und Hamburger gehen demnach eher sparsam mit Wasser um: Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 111 Litern täglich und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 128 Litern.
Häufigere und intensivere Trocken- und Hitzeperioden führen dazu, dass Wasser zeitweise knapper wird und die Systeme stärker beansprucht werden. "In solchen Phasen steigt der Bedarf deutlich, während die Neubildung kurzfristig zurückgeht", teilte der Versorger mit. Daher sei es wichtig, das vorhandene Grundwasser zu sichern und verantwortungsvoll zu nutzen.
Wasser bei Hitze in Hamburg sparen
Es sei ein "wichtiger Faktor", dass die Menschen in der Hansestadt mit ihrem Verhalten das System entlasten. Beispielsweise indem sie Rasen und Garten gezielt bewässern - idealerweise mit Regenwasser; Poolbefüllungen auf mehrere Tage verteilen; Duschen statt Baden sowie Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen laufen lassen.
Für eine stabile Versorgung investiert der Versorger eigenen Angaben zufolge in neue Brunnen, Reinwasserbehälter und technische Innovationen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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