
Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Stade zeigt sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt schockiert. "Je mehr man davon erfährt, desto sprachloser ist man", sagte der CSU-Politiker in Berlin. Seine Gebete seien bei den Opfern und ihren Familien.
"Wir können zur Tat selbst noch nicht sehr viel sagen, außer, dass es sich darum gehandelt hat, dass in einer Mutter-Kind-Einrichtung der Vater eines Kindes, eines Babys, zum Gespräch geladen war, wo es um die Frage des Umgangs mit Mutter und Kind ging", sagte Dobrindt. Da man von einer schwierigeren Situation ausgegangen sei, seien mehr Mitarbeiter bei dem Gespräch zugegen gewesen als üblich - im Laufe dieses Gesprächs habe der mutmaßliche Täter dann eine Waffe gezogen und sechs Menschen erschossen. Mehr könne er aktuell nicht zum Tathergang sagen.
Dobrindt: Tatverdächtiger keine "polizeilich sehr stark auffällige Person"
Hintergrund der Tat in der niedersächsischen Stadt westlich von Hamburg ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach in der Einrichtung einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Opfer Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamtes - sie waren beruflich dort.
Es werde nun alles für eine weitere Aufklärung der Tat getan, sagte der Innenminister. Es habe sich nicht um eine "in der Vergangenheit schon polizeilich sehr stark auffällige Person gehandelt". Zu weiteren Hintergründen oder der Herkunft des Tatverdächtigen äußerte sich Dobrindt nicht, weil dazu noch Erkenntnisse fehlten. "Auch da gibt es noch Aufklärungsbedarf", sagte er.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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