
- Wintersturm Fern trifft über 50 Prozent der US-Bevölkerung – von Texas bis Maine
- Fast 14.000 Flüge gestrichen, Millionen Haushalte ohne Strom
- Mehrere Todesopfer – Behörden warnen vor extremer Kälte und Eisregen
Der Wintersturm Fern hält die Vereinigten Staaten fest im Griff. Nach Behördenangaben sind über 50 Prozent der amerikanischen Bevölkerung von dem Unwetter betroffen, das sich vom Süden über den Mittleren Westen bis zur Ostküste erstreckt. Schnee und Eis ließen Stromleitungen zusammenbrechen. Zeitweise waren rund eine Million Haushalte ohne Strom. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete eine bundesweite Notstandserklärung. Insgesamt 17 Bundesstaaten sowie der Hauptstadtbezirk Washington riefen den Wetter-Notstand aus, um Hilfsmaßnahmen schneller umzusetzen.
Wintersturm Fern legt USA lahm - 10.000 Flüge gestrichen
Der Nationale Wetterdienst warnte vor einem außergewöhnlich weitreichenden Sturmsystem mit "lähmenden bis lokal katastrophalen Auswirkungen". Das Unwetter erstreckt sich über 3.700 Kilometer – von Texas bis Maine. Besonders hart traf es den Flugverkehr. Allein am Sonntag fielen laut Flugverfolgungsdienst FlightAware fast 10.000 Flüge aus, am Vortag waren es bereits über 4.000. Airlines wie Delta, JetBlue und United strichen vorsorglich weitere Verbindungen. Am Reagan-Flughafen in Washington bot sich ein gespenstisches Bild: geschlossene Schalter, geparkte Maschinen, verlassene Terminals. Auch auf den Straßen der Hauptstadt herrschte Ausnahmezustand – kaum Verkehr, vereinzelt steckengebliebene Autos. Die Szenen erinnerten an die Zeit der Corona-Lockdowns. Schulen blieben in vielen Großstädten geschlossen, auch Bundesbehörden in Washington stellten den Betrieb ein.
Tödliche Kälte in den USA: Mehrere Menschen bereits gestorben
Der Wintersturm hat bereits mehrere Menschenleben gefordert. Im Bundesstaat New York starben Medienberichten zufolge fünf Menschen. In Louisiana kamen zwei Männer durch Unterkühlung ums Leben, wie die dortige Gesundheitsbehörde bestätigte. Heimatschutzministerin Kristi Noem appellierte eindringlich an die Bevölkerung: "Es wird sehr, sehr kalt werden", warnte sie. Die Amerikaner sollten sich mit Treibstoff und Lebensmitteln eindecken. "Wir werden das gemeinsam durchstehen", erklärte Noem. In Washington wurden die Einwohner aufgefordert, Taschenlampen bereitzuhalten und Handys aufzuladen. Besonders gefährlich: Eisregen macht Straßen spiegelglatt, eisiger Wind senkt die gefühlten Temperaturen drastisch.
Wintersturm Fern zieht weiter – Wetterdienst warnt vor Eisregen und Kälte
Zwar soll sich das Unwetter am Montag von der Ostküste Richtung Atlantik verlagern, doch Entwarnung gibt es nicht. Der Nationale Wetterdienst warnt weiter vor gefährlichem Eisregen und anhaltender Kälte in den kommenden Tagen. Millionen US-Amerikaner müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen – besonders Reisende werden die Folgen noch tagelang spüren. "Wir bekommen zunächst eine ordentliche Portion Schnee, gefolgt von einem winterlichen Chaos am Ende", warnte Meteorologe Bryan Ramsey vom National Weather Service.
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