
- NASA warnt vor bislang unentdeckten Asteroiden in Erdnähe
- 60 Prozent aller gefährlichen Weltraumgesteine noch unbekannt
- NASA-Schätzung: Rund 25.000 Städtekiller-Asteroiden in Erdnähe vermutet
Die Bedrohung durch Weltraumgesteine ist nach Einschätzung von Fachleuten deutlich größer als vielfach angenommen. NASA-Expertin Kelly Fast, zuständig für Planetenverteidigung, schlägt nun Alarm wegen sogenannter Städtekiller-Asteroiden. Bei einer Fachkonferenz in Phoenix warnte sie eindringlich vor Himmelskörpern, die bislang völlig unbekannt sind, wie unter anderem "oe24.at" schreibt.
Astroiden-Warnung aktuell: NASA alarmiert wegen bislang unbekannten Weltraumgesteinen
Diese kosmischen Brocken besitzen genug Zerstörungskraft, um komplette Metropolen dem Erdboden gleichzumachen. Dennoch bleiben sie häufig unbemerkt – entweder weil sie zu klein sind oder zu wenig Licht reflektieren. "Meine Aufgabe ist es, Asteroiden zu finden, bevor sie uns finden", beschreibt Fast ihre Mission gegenüber der britischen "Sun".
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Erde von Asteroiden bedroht: 60 Prozent aller gefährlichen Objekte noch unbekannt
Nach Berechnungen der NASA kreisen etwa 25.000 erdnahe Objekte mit einem Durchmesser von mindestens 140 Metern durch unser Sonnensystem. Von diesen potenziell verheerenden Himmelskörpern wurden bisher lediglich rund 40 Prozent erfasst und katalogisiert. Die Mehrheit dieser kosmischen Gefahren bleibt damit völlig unentdeckt.
Die Suche nach den verborgenen Asteroiden erweist sich als äußerst kompliziert. Viele dieser Objekte werfen kaum Sonnenlicht zurück und sind deshalb für herkömmliche Teleskope nahezu unsichtbar. Besonders tückisch: Nähern sich die Brocken aus Richtung der Sonne, versagen optische Beobachtungsinstrumente fast vollständig.
Asteroiden-Gefahr im Weltall: Neues Weltraumteleskop soll Lücke schließen
Um die verborgenen Gefahren aufzuspüren, setzt die NASA auf innovative Technologie. Das Weltraumteleskop NEO Surveyor soll ab 2027 seinen Dienst aufnehmen und im Infrarotbereich operieren. Dadurch können auch extrem dunkle Objekte erfasst werden, die für herkömmliche optische Instrumente unsichtbar bleiben. Das Ziel der Mission ist klar umrissen: Innerhalb weniger Jahre sollen sämtliche gefährlichen Asteroiden identifiziert werden. Ihre Flugbahnen will die Raumfahrtbehörde dann präzise berechnen, um böse Überraschungen für die Erde auszuschließen.
Asteroid 2024 YR4 zeigt Tücken der Berechnungen
Wie schwierig die Einschätzung solcher Himmelskörper sein kann, verdeutlicht ein aktuelles Beispiel. Der Asteroid 2024 YR4 sorgte zunächst für Aufregung, als erste Daten eine mögliche Kollision mit der Erde im Jahr 2032 nahelegten. Nach zusätzlichen Messungen gaben NASA und europäische Wissenschaftler jedoch Entwarnung.
Das Risiko eines Einschlags auf der Erde liegt nach den neuen Berechnungen praktisch bei null. Lediglich für den Mond besteht in den 2030er Jahren noch eine geringe Restwahrscheinlichkeit für einen Treffer. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Beobachtungen.
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