
Das Motto für den Showdown beim großen Favoriten in London brachte Robert Andrich treffend auf den Punkt. "Wir fahren dorthin, um eine Runde weiterzukommen. Sonst brauchen wir gar nicht erst anreisen", sagte der Kapitän von Bayer Leverkusen zum Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Arsenal.
Zwar sind die Londoner als souveräner englischer Tabellenführer und einziger ungeschlagener Teilnehmer der Königsklasse an diesem Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) deutlich favorisiert. Doch Bayer hat nach zuletzt guten Spielen zurecht Selbstvertrauen.
Bayer ist gegen Top-Teams jetzt konkurrenzfähig
Beim 1:1 im Hinspiel führten die Rheinländer in der vergangenen Woche lange und verpassten nur durch einen umstrittenen Foulelfmeter, den der frühere Leverkusener Kai Havertz kurz vor Schluss verwandelte, den Sieg. Auch beim 1:1 gegen Bundesliga-Dominator FC Bayern München zeigten die Leverkusener ihre gute Entwicklung.
Im Vergleich zur ersten Saisonphase, als Bayer 04 gegen Topteams wie Paris Saint-Germain (2:7) und die Bayern (0:3) chancenlos war, wirkt das Team von Trainer Kasper Hjulmand jetzt deutlich stabiler. Leverkusen ist auch gegen die ganz großen europäischen Schwergewichte mittlerweile konkurrenzfähig.
Vor allem die Struktur in Defensive und Offensive sowie das Umschaltspiel sind besser geworden. "Da haben wir Schritte nach vorne gemacht", lobte Hjulmand nach dem jüngsten Duell mit den Münchnern am Samstag.
Rolfes: Druck bei Arsenal enorm
Die Hoffnung lebt, erstmals seit 24 Jahren wieder ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Damals schafften es Michael Ballack, Ulf Kirsten & Co. sogar bis ins Finale und unterlagen erst dort Real Madrid um Zinédine Zidane mit 1:2.
Im Duell mit den Gunners setzen die Leverkusener auch auf die Vorteile des Außenseiters. "Ich glaube, dass der Druck bei Arsenal enorm ist - nicht einfach nur weiterzukommen, sondern vielleicht die Champions League gewinnen zu müssen", sagte Bayers Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes, der sich auch wieder auf das Wiedersehen mit Havertz freut.
Der deutsche Nationalspieler kam als Zehnjähriger nach Leverkusen. Und geht es nach Rolfes, kehrt Havertz irgendwann wieder dorthin zurück.
Möglicher Viertelfinalgegner scheint klar zu sein
"Immer wenn wir sprechen, fange ich schon mal an, ein bisschen zu graben", hatte Rolfes nach dem Hinspiel gesagt. In der Sport1-Sendung "Doppelpass" erklärte er am Sonntag: "Im Moment ist es so, dass er sich noch in einer anderen Karrierephase befindet und andere Ziele hat. Bei Arsenal London fühlt er sich sehr wohl. Aber Kai ist immer ein besonderer Spieler, mit dem wir uns auch als ehemaliger Spieler beschäftigen müssen." Der Vertrag von Havertz bei den Gunners läuft noch bis 2028.
Nachdem der Ausnahme-Offensivspieler im Hinspiel nach seiner Einwechslung der große Leverkusener Spielverderber war, hofft er wieder auf eine entscheidende Rolle. "Wir haben die Fans im Rücken. Sie werden uns unterstützen. Und dann werden wir das Spiel gewinnen und hoffentlich eine Runde weiterkommen", sagte Havertz.
Für den Gewinner geht es übrigens sehr wahrscheinlich nach Norwegen. Im Duell der beiden möglichen nächsten Gegner hat die Überraschungsmannschaft von Bodö/Glimt das Hinspiel gegen Sporting Lissabon im 3:0 gewonnen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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